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Claude Monet hat in seiner Werkreihe von Ansichten der Steilküste in der Normandie nur ein einziges Mal den Winter gezeigt. Dieses bedeutende Werk des Impressionismus wurde bei Lempertz für 3,5 Millionen Euro versteigert. Einen Weltrekord gab es für eine Plastik von Oskar Schlemmer.
In der Zeitgenössischen Kunst belegten mehrere Werke durch hohe Zuschläge an internationale Bieter die Qualität des Angebotes bei Lempertz.
Der Auktionssaal war voll besetzt, als bei Lempertz in Köln „Mer agitée à Pourville“ von Claude Monet versteigert wurde. Nur ein Mal hat Monet diese Landschaft an der Küste der Normandie in seiner berühmten Werkreihe im Winter gezeigt. Im Evening Sale wurde es für 3,5 Millionen Euro in den internationalen Handel vermittelt.
Ein weltweiter Auktionsrekord wurde für ein plastisches Werk von Oskar Schlemmer erzielt. Seine „Abstrakte Figur, Freiplastik G“ gilt als die bedeutendste Plastik des Bauhaus und eine der „interessantesten Figuren des 20. Jahrhunderts“, wie es die Kunsthistorikerin Karin von Maur, ehemals stellvertretende Direktorin der Staatsgalerie Stuttgart, formulierte. Über Jahre befand sich die „Abstrakte Figur, Freiplastik G“ tatsächlich in der Staatsgalerie in Stuttgart als Leihgabe. Auch in der Auktion in Köln stieß sie auf entsprechend großes Interesse. Erst für das Ergebnis von 780.000 Euro konnte sie an ihren neuen Besitzer vermittelt werden.
Die Bronze „Grasende Kuh II“ von Ewald Mataré konnte ihre Taxe mehr als verdoppeln, als sie von 60.000 Euro Schätzpreis auf das Ergebnis von 138.000 Euro gehoben wurde.
Auch für die Zeitgenössische Kunst bei Lempertz gab es große Nachfrage. So wurde der „Vorhang“ von Gerhard Richter, 1965 geschaffen als Teil der berühmten Werkgruppe der Vorhangmotive aus den Jahren 1964 bis 1967, auf das Ergebnis von gut 400.000 Euro gesteigert und verdoppelte damit die Taxe.
„Package on a table (Table empaquetée)“ von Christo aus dem Jahr 1961 ist eine seiner frühen Verhüllungen, mit denen er in den späten 1950er-Jahren begonnen hatte. Mit 189.000 Euro erzielte die Arbeit ein Ergebnis noch deutlich über dem Schätzpreis. Auch die „Victoire de Samothrace“ von Yves Klein übertraf die Erwartungen. Statt der Taxe von 80.000 Euro bewilligte der erfolgreiche Bieter ein Ergebnis von 132.000 Euro für diese Plastik.
Das Dreifache der Erwartung erzielte Sam Francis Gouache und Aquarell „Blue Drawn (SF60-1435)“ von 1960. Zahlreiche internationale Bieter an den Telefonen sorgten für das Ergebnis von gut 100.000 Euro (Taxe 30.000 Euro).
Insgesamt wurden an diesem Auktionswochenende bei Lempertz mit Moderne, Zeitgenössischer Kunst und Photographie über 12 Millionen Euro erlöst. |