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Michele Marieschi, Paar architektonische Capricci mit Häusern und antiken Ruinen

Michele Marieschi, Paar architektonische Capricci mit Häusern und antiken Ruinen

Öl auf Leinwand (doubliert). 35 x 54,8 bzw. 35,3 x 55,3 cm.

Losnummer: 1059


Michele Marieschi zählt neben Canaletto und Francesco Guardi zu den wichtigsten Vedutisten des 18. Jahrhunderts. In seiner kurzen, durch einen frühen Tod 1743 jäh beendeten Karriere schuf der Venezianer neben Radierungen mehr als 200 Gemälde. Dieses hervorragende Beispiel eines architektonischen Capriccios weist die typischen Eigenschaften von Marieschis Stil auf – Ruinen mit umliegenden Hütten und Staffagefiguren, die durch eine gekonnte Lichtführung effektvoll in Szene gesetzt werden. Der schattige Vordergrund wird von der Dynamik der Menschen und Tieren belebt und fungiert als Bühne für die Architektur. Diese tauchte Marieschi in ein warmes, rosafarbenes Licht, womit die verschiedenen Oberflächen sanft und durch schnelle, teilweise pastös aufgetragene Pinselstriche modelliert werden. Der leicht erhobene Standpunkt ermöglicht einen weiten Blick auf die umgebende Lagunenlandschaft.

Der Gemäldeaufbau erinnert an Theaterkulissen und zeugt von Marieschis Ausbildung, vermutlich durch den Maler Gaspare Diziani. Auch sein erfolgreicher Aufenthalt am sächsischen Hof in Dresden in den Jahren 1731-1735 geht wohl auf Dizianis Vermittlung zurück. In dieser Zeit führte der junge Maler ephemere Dekorationen für Theaterinszenierungen und Feste aus. Unmittelbar nach seiner Rückkehr nach Venedig entstand eine große Anzahl von venezianischen Stadtansichten. Diese wurden unter anderem vom deutschen, in Venedig tätigen Feldmareschall und bekannten Kunstsammler Johann Matthias Graf von der Schulenburg besonders geschätzt, sie begründeten Marieschis Ruhm unter zahlreichen deutschen sowie englischen Auftraggebern.

Provenienz

Schweizer Privatsammlung. – Dorotheum, Wien, 19.10.1993, Lot 43. – Wiener Privatsammlung. – Dorotheum, Wien, 21.4.2010. – Norddeutsche Privatsammlung.

Literaturhinweise

R. Toledano: Michele Marieschi, L'Opera completa, Mailand 1988, S. 154, Nr. C 46 und C 47 (mit Abb.).


Veranstaltungshinweise:

Am 17.05.2025 Auktion 1266: Alte Kunst und 19. Jahrhundert


Schätzpreis: 80.000 - 120.000  EURO

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