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Dirck Christiaensz. van Delen, Interieur einer Kirche, 1642

Dirck Christiaensz. van Delen, Interieur einer Kirche, 1642

R. u. (im Sockel der Balustrade) signiert und 1642 datiert. Rücks. Brandstempel "Privat Eigenthum ERNST II Herzogs v. S. Coburg Gotha", Reste des Brandstempels Inventar Schloss Ehrenburg, Stempel Dr. B: El. No. 2386 sowie diverse Nummerierungen. Öl auf Holz. 70,5 x 98,5 cm. Rest. Besch. Rahmen besch. (89 x 117 cm).

Losnummer: 56


Das Genre der Architekturmalerei etablierte sich in den Niederlanden ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als eigenständiges malerisches Genre. Während Architektur zuvor hauptsächlich als Hintergrundmotiv religiöser Szenen diente, kam es im späten 16. und frühen 17. Jahrhundert zu den ersten Versuchen, die Figuren der Architektur unterzuordnen, sodass diese zu einem eigenständigen Bildthema wurde. Diese Entwicklung manifestierte sich insbesondere in der Darstellung sakraler Innenräume.

Vor diesem Hintergrund ist auch das Schaffen Dirck Christianensz. van Delens (1605-1671) zu verorten. Der Maler, der in Heusden geboren wurde und in Breda aufwuchs, ließ sich ab 1625 in Middelburg nieder und pflegte ab der Mitte des 17. Jahrhunderts zunehmend seine Kontakte nach Antwerpen. So ließ er ab 1648 vereinzelt die Figurenstaffagen seiner Werke von Antwerpener Künstlern wie Gonzales Coques und David Teniers d. J. ausführen. Delens reich ausgestattete Innenräume sind in der Regel mit zahlreichen, oft figurenreichen Staffagen belebt. Eine raffinierte Lichtführung steigert nicht nur die plastische Wirkung der Architektur, sondern erlaubt auch eine theatralische Inszenierung des sakralen Raumes. Anders als seine Zeitgenossen, die sich stärker an real existierenden Kirchen orientierten, bevorzugte van Delen Phantasiearchitektur, die er gelegentlich mit Bezügen zu konkreten Bauten kombinierte und mit monumentaler Wirkung inszenierte. Nach 1645/50 wandte sich van Delen zunehmend von der Darstellung sakraler Innenräume ab und widmete sich verstärkt der Palastarchitektur. Dennoch bleibt sein Beitrag zur Kircheninterieursmalerei von zentraler Bedeutung.

Provenienz: Stiftung der Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha´schen Familie, Herzoglicher Kunstbesitz Schloss Callenberg.

Vgl. zum Chorgewölbe beispielsweise van Delens Gemälde "Kircheninterieur mit der Darbingung im Tempel" im Museum der bildenden Künste, Leipzig, Inv.-Nr. G 1614.


Veranstaltungshinweise:

Am 24.09.2025 Auktion 418: September-Auktion


Schätzpreis: 50.000 - 70.000  EURO

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