Fayence, farbiger Aufglasurdekor. Weiblicher Frühling als junge Gärtnerin mit Blumenkorb, männlicher Sommer als Schnitter mit Sense, männlicher Herbst als Kavalier mit Weinrebe, weiblicher Winter als über ein Feuer gebückte alte Frau. Alle Figuren mit sehr feinen farbigen Staffierungen auf Terrainplinthen stehend. Ohne Marke. Einige Restaurierungen und kleine Verluste. H 27,5 - 31,7 cm. |
Losnummer: 803
Die Zuschreibung an die nur kurzzeitig produzierende Fayencemanufaktur Wiesbaden (nämlich zwischen 1770 und 1795) stützt sich auf eine weitere, nicht staffierte Ausformung der Figurengruppe, die sich im Cecil Higgins Museum in Bedford befindet und die WD-Marke trägt.
Provenienz
Sammlung Helmut Neuner, Rückersdorf.
Literaturhinweise
Abgebildet bei Stasch, Das weiße Gold aus Hessen. Malereien auf Fayence und Porzellan, Fulda 2005, Nr. 40.
Abgebildet bei Ziffer, Malerei und Feuerkunst. Fayencen der Sammlung Neuner, Bd. II, Neu-Isenburg 2012, Kat. Nr. 75 ff.
S.a. Morley-Fletcher, Early European Porcelain & Faience as collected by Kiyi and Edward Pflueger, Vol. II, London 1993, S. 178 f, eine gleiche Serie, allerdings bemalt in Scharffeuerpolychromie.
S.a. Oppenheim, Wiesbadener Fayence, in: Keramos 46/1969, Abb. 12 ff.
Ausstellung
2005/2006 Vonderau-Museum Fulda.
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