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Seltene Teekanne mit Deckel aus sog.

Seltene Teekanne mit Deckel aus sog. "Eisenporzellan", Meissen, nach 1709

das Modell Johann Jakob Irminger zugeschrieben


Rotes Böttgersteinzeug, überzogen mit einer metallisch schimmernden grauen Glasur. Ohne Marke. Spitze der Tülle restauriert, Chips am Knauf, kleine Randchips am Einsatzring des Deckels. Mit Deckel H 12,3 cm.

Losnummer: 806


Diese seltenen Stücke aus metallisch schillerndem Böttgersteinzeug werden auch als "Eisenporzellan" bezeichnet. Wie die Manufaktur diese Oberfläche zustande gebracht hat, ist immer noch ein Rätsel. Im 19. Jahrhundert vermutete man eine molybdänhaltige Glasur (s. SKD online). Später ging man davon aus, dass diese Färbung unabsichtlich, durch einen missratenen Brand, entstanden ist. Genau das schilderte der Manufakturinspektor Steinbrück 1717 in seinem Rapport: Dass "man auch anfänglich viele Stücke davon, wenn sie aus dem Ofen kommen, grau oder aschfärbig, und gleichsam mit einer grauen Haut überzogen befunden, welche im pollieren wieder abgegangen, daß man das rothe hernach erst gesehen: ohn Zweifel deswegen, weil man mit dem Feüer und dem Brennen dieser Sachen noch nicht so accurat umbzugehen gewust. Doch sind solche Stücke nicht unangenehm; sondern wenn sie eines Theils polliret werden, und etwas graues gleichsam als Schatten gelaßen wird, so siehet es desto rarer aus, und einem natürlichen Steine ähnlicher als einem artefacto."
Johann Melchior Steinbrück erwähnt im folgenden wichtigen Absatz §2, dass "Diese Arth von porcellain (...) Ao.1709 von offtbemeldeten Herrn von Böttger nach des von Tschirnhauß Tode erfunden worden [ist], da Er das weiße porcellain, als welches Er eher gesuchet, zufinden bemühet gewesen. Er mag auch wohl das weiße und rothe zugleich erfunden haben: Doch hat Er das rothe etliche Jahr eher zu Stande gebracht(...)"

Provenienz
Seit 2000 Sammlung Rolf Strerath.

Literaturhinweise
Vgl. Kat. Meißen Frühzeit und Gegenwart. Johann Friedrich Böttger zu Ehren, Dresden 1982, Abb. I/14.
Vgl. Rückert, Meissener Porzellan 1710 - 1810, München 1966, Kat. Nr. 3.
Vgl. Santangelo, A Princely Pursuit. The Malcolm D. Gutter Collection of Early Meissen Porcelain, San Francisco 2018, Kat. Nr. 4.
S.a. Bericht über die Porzellanmanufaktur Meissen von den Anfängen bis zum Jahre 1717, Reprint 1982.


Veranstaltungshinweise:

Am 21.11.2025 Auktion 1275: Kunstgewerbe


Schätzpreis: 15.000 - 25.000  EURO

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