Sandstein. Ehemalige Gartenskulptur. Auf einer kleinen quadratischen Plinthe und einem Standbein, leicht zur Seite geneigt stehendes Kind mit einem großen Füllhorn voller Münzen, das Spielbein auf der langen Tuchdraperie abgestützt. H 107,5, Plinthe B 33, T 34 cm. |
Losnummer: 610
Der in Oberbayern geborene Balthasar Permoser (1651 - 1732) wurde 1689 von Kurfürst Johann Georg III. nach Dresden an den Hof berufen, wo er vor allem mit seinen fantastischen Kunstschöpfungen für den Sohn, Kurfürst Friedrich August I., August der Starke, berühmt wurde. Sein Skulpturenschmuck des Zwingers fasziniert die Besucher heute ebenso wie die kleineren Kostbarkeiten im Grünen Gewölbe, der exotische Mann mit der Smaragdstufe (Inv. VIII 303) oder seine vier Jahreszeiten, ebenfalls aus Elfenbein (Inv. Nr. II 45, 46,48,49). Permoser schuf außerdem einen Skulpturenzyklus für den Schweriner Schlossgarten und arbeitete für Friedrich I. König in Preußen am Berliner Schloss. Der exakte Umfang seines Oeuvres wurde erstmals von Siegfried Asche 1978 erfasst, aber immer noch erweitert.
Literaturhinweise
Vgl. Asche, Balthasar Permoser. Leben und Werk, Berlin 1978, Abb. 197, das trauernde Kind aus der Eisenstuckschen Gruft in Annaberg, um 1710.
Vgl. Kat. Balthasar Permoser hat’s gemacht – Der Hofbildhauer in Dresden, Dresden 2002, Kat. Nr. 4, der Chronos, ehemals Schlosspark Seerhausen, in ähnlicher Haltung.
 |