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|  | Die vier Jahreszeiten, Meissen, um 1740/45 |  | die Modelle von Johann Friedrich Eberlein, nach Balthasar Permoser
Porzellan, farbiger Aufglasurdekor, Vergoldung. Auf flachen quadratischen Plinthen mit Goldränderungen: Der Frühling als junge Frau (Flora) mit Kind und Blumenkorb, der Sommer als junge Frau (Ceres) mit Sichel und Kind mit Ähren, der Herbst als junger Mann (Bacchus) mit kleinem Satyr und Weinfass, der Winter als am Kohlebecken frierender alter Mann mit Fellmantel. Abgestrichene Böden, Blaumarke Schwerter hinten am Sockel des Frühlings. In aufwändig restauriertem Zustand. Frühling H 25,4, Sommer und Herbst H 26,8 cm, Winter H 27 cm. |  | |
| Losnummer: 818
Eine der größten Inspirationsquellen für die frühen Meißener Porzellanplastiken waren die Skulpturen, die der Barockbildhauer Balthasar Permoser ab 1690 für den sächsischen Hof geschaffen hat. So gibt es auch für diesen Jahreszeitenzyklus eine Vorlage von ihm, nämlich die berühmten um 1698/99 entstandenen Elfenbeinfiguren, die sich heute im Grünen Gewölbe befinden. Man kann davon ausgehen, dass mit diesen vier Figuren das Repertoire der Attribute und Haltungen für alle Jahreszeitenfolgen der Porzellanmanufaktur bis in die 1760er Jahre und zur neuen Ausformung durch Friedrich Elias Meyer festgelegt wurde. Permoser wiederum benutzte vermutlich als Vorlage für die Entwicklung seiner Ausformungen die Radierungen des Florentiner Kupferstechers Stefano della Bella (1610 - 1664), die im Kupferstichkabinett SKD noch erhalten sind.
Literaturhinweise
Zu der Entstehungsgeschichte der Figuren s. Kat. Balthasar Permoser hat´s gemacht, Dresden 2001, Nr. 18 (die Elfenbeinfiguren aus dem Grünen Gewölbe) und Nr. 33 (der Herbst von Eberlein, die weiße Figur aus der Porzellansammlung, Ausformung 1765).
 |  |  |  Veranstaltungshinweise: Am 20.05.2026 Auktion 1287: Kunstgewerbe |  | | Schätzpreis: 12.000 - 15.000 EURO
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