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Der Katalog der Auktion Schmuck und Uhren am 19. Mai lädt zu einer abwechslungsreichen Reise durch die Epochen ein. Historische Arbeiten treffen auf die ästhetischen Innovationen des frühen 20. Jahrhunderts, individuelle Künstlerunikate und hochkarätigen Steinschmuck der Nachkriegszeit. Abgerundet wird das hochwertige Angebot durch eine Selektion feiner Markenuhren und Vintage-Taschen von Hermès.
Den Katalogtitel schmückt ein mehrfach in der Literatur publiziertes Art Nouveau-Juwel des Pariser Salons, das in technischer Perfektion die verschiedenen Arten der Emaillekunst zeigt. Der Begriff für diese Epoche geht auf den Namen der Galerie „Maison/Hôtel de L’Art Nouveau S. Bing“ zurück, die der deutschstämmige Samuel Bing 1895 in Paris gegründet hatte. Für diese Galerie fertigte sein Sohn Marcel Ende des 19. Jahrhunderts diesen Anhänger, der einen Schwan auf einem Teich zeigt (Schätzpreis 25.000 bis 30.000 Euro).
Etwa gleichzeitig entstanden drei edle Accessoires in der St. Petersburger Hofgoldschmiede Fabergé: Ein luxuriöser Goldemaille-Drehbleistift, der das Werkmeisterzeichen von Henrik Wigström trägt, wird mit einer Schätzung von 4.000 bis 6.000 Euro angeboten. Eduard Wilhelm Schramm schuf eine gehämmerte Golddose, deren Deckel ein Veilchenmotiv aus Saphircabochons und Diamanten ziert (Schätzpreis 6.000 bis 8.000 Euro). Ebenfalls der Werkstätte Fabergé wird eine sehr detailliert und ausdrucksvoll gestaltete kleine Figur eines stehenden Schweins aus Chalzedon zugeschrieben, die mit einem Schätzpreis von 8.000 bis 10.000 Euro angesetzt ist.
Zwei hochkarätige Diamantschmuckstücke repräsentieren die glanzvolle Ära der Belle Epoque: Ein Collier in klassischer Rivièrenform mit 54 in Silber gefassten Altschliffdiamanten (insgesamt 42,41 ct), die im Verlauf von ca. 0,30 ct – ca. 2,77 ct angeordnet sind, ist noch deutlich dem späten 19. Jahrhundert verhaftet (Schätzpreis 60.000 bis 80.000 Euro). Dagegen zeigt das nur ein Jahrzehnt später entstandene Collier mit Schleifenanhänger bereits die technischen und stilistischen Neuerungen des frühen 20. Jahrhunderts. Das verarbeitete Platin ist in der Art von Klöppelspitze sehr fein àjour gesägt und trägt einen dreikarätigen Diamanten im Übergangsschliff (Schätzpreis 20.000 bis 25.000 Euro).
Natürliche Farbsteine erfreuen sich steigender Nachfrage auf dem Markt. Der feine Burmarubin eines Entouragerings mit Diamanten besticht durch sein intensives gesättigtes Rot, das laut eines beiliegenden aktuellen SSEF Gutachtens keine Anzeichen von Hitzebehandlung aufweist (Schätzpreis € 25.000 – 35.000).
Aus rheinischem Adelsbesitz stammen fünf Teile einer hochkarätigen Schmuckgarnitur mit Diamanten und natürlichen Ceylonsaphiren in leuchtenden Pastellfarben. Das Collier in Rivièrenform gefasst mit 60 Diamanten im Brillant- und Navetteschliff und 15 Ceylon-Saphiren wird mit einem Schätzpreis von 80.000 bis 100.000 Euro aufgerufen.
Die Abteilung Markenuhren bietet u.a. zwei Herrenmodelle von Audemars Piguet: Eine „Royal Oak Offshore Chronograph“ von 2007 in 18 kt Roségold mit elegantem grauem „Méga Tapisserie“-Zifferblatt (Schätzpreis 20.000 bis 30.000 Euro) sowie eine „Royal Oak“ von 2002 in 18 kt Gelbgold mit weißem „Grande Tapisserie“- Zifferblatt, die zusammen mit der originalen Holzbox und Papieren zum Schätzpreis 20.000 bis 30.000 Euro angeboten wird.
Abgerundet wird das Angebot durch vier Vintage Handtaschen aus dem Pariser Maison Hermès. Zu den stilbildenden Fashion-Ikonen gehört die sogen. „Kelly Bag“, berühmt geworden durch Grace Kelly, der späteren Fürstin Grazia Patricia von Monaco. Drei zwischen 1945 und 1970 entstandene Ausführungen dieses Modells kommen mit unteren Taxen zwischen 4.000 –10.000 Euro zum Aufruf. |