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Gabriele Münter, Blick aufs Gebirge mit gelber Wolke, 1934

Gabriele Münter, Blick aufs Gebirge mit gelber Wolke, 1934

Öl auf Leinwand. 38,5 x 55,3 cm. Gerahmt. Unten links grau signiert 'Münter' und rückseitig auf dem Keilrahmen mit blauer Wachskreide signiert, betitelt und datiert 'Gabriele Münter Blick aufs Gebirge mit gelber Wolke 1934' sowie mit der Werknummer '101b / 34' (im Kreis) versehen. - Mit Retuschen vornehmlich an den Gebirgslinien. Die Leinwand an den Keilrahmenrändern punktuell etwas berieben.

Losnummer: 62


Im Sommer 1909 erwarb die Malerin Gabriele Münter im oberbayerischen Murnau ein mehrstöckiges und von Gärten umgebenes Haus. Die Einheimischen nannten es „Russenhaus“, weil abgesehen von Münters Lebensgefährten Wassily Kandinsky auch Marianne von Werefkin und Alexej Jawlensky regelmäßig dort verkehrten. Die durch die besondere klimatische Situation als „blaues Land“ bezeichnete Gegend wurde mit ihren Bergen, den Seen und dem Moor zu Münters liebstem Motiv. In Murnau entwickelte sie ihren persönlichen Stil und erlebte eine höchst produktive Schaffenszeit.
Nach dem Ersten Weltkrieg und der Trennung von Kandinsky kehrte sie immer wieder an ihren Ruhepol nach Murnau zurück. 1931 ließ sie sich mit ihrem neuen Lebensgefährten Johannes Eichner dann endgültig hier nieder. In Rückbesinnung auf die Motive und ihren Stil der Vorkriegsjahre entstand das 1934 datierte Gemälde „Blick aufs Gebirge mit gelber Wolke“. Von einem erhöhten Standpunkt aus gesehen, zeigt es die Sicht auf das Wettersteingebirge mit dem dreieckigen Eschenloher Kögl. In den Vordergrund schieben sich von rechts fünf hohe Bäume, deren rostbraunes Laub darauf schließen lassen, dass Münter das Gemälde in den Herbstmonaten schuf. Mit den Bildmitteln der Vorkriegsjahre, den schwarz konturierten Bildflächen und den kräftigen Farben, wurden die Hauptelemente umrissen, so dass sie „zum Fühlen eines Inhalts“, wie Münter schrieb, „zum Abstrahieren und Geben eines Extrakts“ gelangte (zit. nach: Der Blaue Reiter, Ausst. Kat. Kunsthalle Bremen, Köln 2000, S. 122). Zusammen mit dem motivisch verwandten „Blick aufs Gebirge“ (Lenbachhaus, München) aus demselben Jahr 1934 ist die hier angebotene Murnauer Landschaft ein Hauptwerk dieser Schaffenszeit.

Zertifikat

Mit einer Bestätigung von Isabelle Jansen, Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung, München, vom 24. März 2023. Das Gemälde wird in das von der Gabriele Münter- und Johannes Eichner-Stiftung herausgegebene Werkverzeichnis der Gemälde von Gabriele Münter aufgenommen. Das Bild ist im Arbeitsheft der Künstlerin von 1934 unter der Nr. 101b verzeichnet.

Provenienz

Privatsammlung Franken; Math. Lempertz'sche Kunstversteigerung, Köln, Auktion 515, Kunst des XX. Jahrhunderts, 29. April 1971, Lot 779; Privatsammlung Bayern


Veranstaltungshinweise:

Am 06.06.2023 Auktion 1223: Evening Sale - Moderne Kunst + Zeitgenössische Kunst


Schätzpreis: 250.000 - 300.000  EURO

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