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Isaack van Ostade, Winter in Holland

Isaack van Ostade, Winter in Holland

Öl auf Leinwand (doubliert). 101,5 x 148 cm.
Signiert unten rechts: I Ostade.

Losnummer: 2046


Isaac van Ostade war der jüngere Bruder und Schüler von Adriaen van Ostade. Er starb mit nur 28 Jahren in Haarlem, wo er 1621 geboren wurde. Seine künstlerische Schaffenszeit erstreckt sich von etwa 1636 bis 1649. In diesen knapp 13 Jahren schuf er rund 100 Gemälde, die heute als eigenhändige Werke anerkannt werden und weltweit verstreut sind. Anfangs waren seine Bilder von der Malerei des Bruders beeinflusst, insbesondere bei der Wahl der Bildmotive. Daher sind gelegentlich seine frühen Bauerninterieurs mit denen des Bruders verwechselt worden. Allerdings erwies sich Isaac bald schon offen für Anregungen anderer Künstler. So haben van Goyen, Philipps Wouverman oder Pieter van Laer in manchem seiner Werke auch Spuren hinterlassen und Einfluss auf die Wahl seiner Bildmotive gehabt. Ab ca. 1642 wird eindeutig das Landschaftsbild mit Staffage sein bevorzugtes Sujet.

Das hier vorliegende Werk ist in diese zweite, leider durch den frühen Tod nur kurze Schaffenszeit einzuordnen. Es gehört innerhalb dieser Periode zu einer sehr kleinen, weniger als zehn Bilder zählenden Gruppe von großformatigen Winterlandschaften. In dem weiten Ausblick, dem neblig diesigen Wetter und der dichten, ein fahles Licht ausstrahlenden Wolkendecke sowie auch in der Gruppierung der Staffage und die das Eis säumenden Bauten und laublosen Bäume steht diese Winterlandschaft einem Gemälde Isaacs in der Eremitage in Sankt Petersburg (75 x 113 cm; vgl. Abb. 2) besonders nahe. Als zentraler Blickfang ragt auf beiden Kompositionen ein Schimmel heraus. Von hier aus beginnt der Betrachter die weiteren Bildmotive zu erfassen, Schlittenfahrer, Kinder, Hunde oder Pferdewagen, um schließlich, jenseits der Eisfläche, die Silhouette einer holländischen Stadt zu erkennen. Sie trennt den Himmel von der Erde – wetterbedingt sind beide Elemente in winterliches Weiß getaucht.

Das Gemälde wird sowohl von Dr. Bernard Schnackenburg als auch von Dr. Hiltrud Doll als eigenhändiges Werk von Isaac von Ostade anerkannt.

Provenienz

Comte Camondo, Paris. - Galerie Georges Petit, Paris 1.02.1893, Nr. 18. - George Hearn. - 1893 von diesem an das Metropolitan Museum, New York, gestiftet. - Christie´s, London 18.06.1982, Lot 37. - Galerie Rafael Valls, London. - Dort 1987 auf der Pictura in Maastricht erworben und seitdem in niederländischem Privatbesitz.

Literaturhinweise

New York, Metropolitan Museum of Art Bulletin, 1905/6, Nr. 301. - Hofstede de Groot, 1910, Vol. 3, S. 555, Nr. 290h. - Metropolitan Museum of Art Bulletin 1914, Vol. 9, S. 3 (Abbildung). - Weltkunst 1.5.1984, S. 1222 (Anzeige von Rafael Valls).


Veranstaltungshinweise:

Am 18.11.2023 Auktion 1231: Alte Kunst und 19. Jahrhundert


Schätzpreis: 340.000 - 400.000  EURO

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