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Im Bereich des europäischen Kunstgewerbes können aus allen Bereichen Spitzenlose hervorgehoben werden, die das qualitätvolle Angebot dieser Frühjahrsauktion bei VAN HAM wieder spiegeln. Zum Höhepunkt des Tages zählte der museale Münzdeckelbecher, ein Willkomm des Schlosses Schönbeck. Ein deutscher Händler honorierte die Qualität dieser Arbeit nach langem Bietgefecht mit 137.500 Euro (Lot 1095/ Taxe € 20.000 – 30.000).
Die glanzvolle Hauptattraktion des Tages gab es beim Silber. Der museale Münzdeckelbecher, der schon allein durch seine Provenienz – seit der Fertigung befand er sich in Familienbesitz – eine Besonderheit ist, hat einen spektakulären Erlös von 137.500 Euro eingefahren und ging nach langer Beharrlichkeit eines deutschen Händlers in dessen Besitz über (Lot 1095/ Taxe € 20.000 – 30.000).
Auch das Porzellan brachte gute Ergebnisse. Neben einem Meißener Eistopf aus dem 18. Jahrhundert, der für 17.500 Euro in den süddeutschen Raum wechselte, wurde die gut erhaltene museale Meißen-Dose mit feinster Malerei, entstanden zwischen 1750-60, dem gleichen Bieter für das fast Vierfache der Taxe, 31.250 Euro, bewilligt (Lot 1194/ Taxe € 6.000). Neben dem Porzellan des 18. Jahrhunderts sorgten auch die bei VAN HAM immer beliebten figürlichen Porzellane des 19. Jahrhunderts für gute Ergebnisse. So wurden zum Beispiel die allegorischen Putti des Tages und der Nacht für 16.250 Euro zugeschlagen (Lot 1234/ Taxe € 4.000).
Das Spitzenlot aus dem Bereich der Möbel war eine aufwändig gearbeitete große Kommode, die beharrlich von einem Luxemburger verteidigt wurde und schließlich für das Fünffache der Taxe, 32.500 Euro, in dessen Besitz überging (Lot 921/ Taxe € 6.000). Es handelt sich um eine Kopie nach Jean Henri Riesner, der das Prunkstück 1775 für das chambre à coucher von Ludwig XVI. schuf. Es zählte zu den teuersten Möbeln des 18. Jahrhunderts.
Ein besonders schöne Kaminuhr aus Rheinländischem Privatbesitz, die Pundule „Le Char De Telemaque“, war einem Privatmann aus Frankreich 15.000 Euro wert (Lot 960/ Taxe € 8.000). Beliebt waren auch wieder die Mikromosaike. Während eine Tischplatte mit Mikromosaiken für 18.750 Euro nach Italien ging, wanderte der Briefbeschwerer von Antonio Aguatti, der zu den besten Mikromosaik Künstlern seiner Zeit zählte, für 23.750 Euro nach England. Zu den Überraschungen gehörte ein Bronzeleuchter aus dem 15. Jahrhundert. Mehrere Kenner sorgten für Spannung im Saal bis ein deutscher Privatsammler seine Konkurrenten bei 32.500 Euro aus dem Rennen schlug (Lot 1048/ Taxe € 4.000).
Das gute Schmuckangebot des Hauses funkelte in allen Schattierungen. Von historisch besonderem Wert war der Berliner Eisenschmuck, der für breites Interesse sorgte. Heute muss man zwar nicht mehr der Preußischen Aufforderung „Gold gab ich für Eisen“ folgen, doch kann man mit solch seltenen Stücken die eigene Sammlung glanzvoll erweitern. Dem Käufer war das Collier mit Armband 6.000 Euro wert (Lot 1333/ Taxe € 1.100). Weitere erwähnenswerte Stücke sind der aufwändig gearbeitete Art Déco Smaragdtropfenanhänger, der ein Ergebnis von 30.000 Euro erreichte (Lot 1375/ Taxe € 21.000-25.000), ein Solitaire-Brillantring mit circa 4 Karat, der für 22.500 Euro den Besitzer wechselte (Lot 1406/ Taxe € 2.800) und der exquisite Saphir-Brillantclip, dessen Saphire aus Sri Lanka stammen, der für 15.000 Euro zugeschlagen wurde (Lot 1469/ Taxe € 13.000-16.000).
Alle Ergebnisse verstehen sich inkl. Aufgeld
Auf unserer Homepage (www.van-ham.com) steht Ihnen unser vollständig illustrierter Katalog online zur Verfügung.
VAN HAM Kunstauktionen
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VAN HAM Kunstauktionen, gegründet 1959, ist ein Familienunternehmen, das in zweiter Generation von Markus Eisenbeis als pers. haft. Gesellschafter geleitet wird. Im Jahr 2007 wurde ein neuer Umsatzrekord mit € 20 Mio. erzielt. Damit gehört VAN HAM Kunstauktionen zu den führenden Auktionshäusern in Deutschland, das ca. 12 international beachtete Auktionen jährlich durchführt, in denen regelmäßig neue Auktionsweltrekorde aufgestellt werden. Die Auktionen teilen sich in folgende Themen auf: „Malerei und Skulpturen 16.-19. Jh“, „Europäisches Kunstgewerbe“, „Moderne und Zeitgenössische Kunst“, „Photographie“, „Teppiche/Tapisserien“ und „Dekorative Kunst“. |