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Bis Mitte Juli 2008 zeigen wir Aquarelle und Zeichnungen der Offenburger Künstlerin Gretel Haas-Gerber (1903-1998). Die Bilder Haas-Gerbers zählen zu den wenigen erstaunlichen Entdeckungen, die uns die Kunst der Klassischen Moderne noch bereithält. Bereits während ihrer Studienzeit an den Akademien in Karlsruhe und München in den 1920er Jahren entfaltet sie ein Werk zwischen Neuer Sachlichkeit und expressivem Realismus, gleichermaßen inspiriert von Otto Dix, Paula Modersohn-Becker und den „Brücke“-Künstlern. Ihr Hauptthema gilt dem Menschen, sei es als Portrait oder Gruppe, daneben entstehen eindrucksvolle Landschaften. Stets fängt sie mit einfühlendem Blick Charakteristika und Stimmungen in einer ganz unverwechselbaren freien Formensprache ein. Insbesondere die Papierarbeiten offenbaren das Interesse der Künstlerin an der graphischen Linie; zunächst als expressive Bestätigung der Form, in den späteren Jahren unruhig, suchend, als dynamisches Element.
1933 wird ihre Kunst von den Nationalsozialisten als „entartet“ verfemt und erst Ende der 1960er Jahre beginnt für die Künstlerin mit einem erneuten Studium eine zweite Schaffensphase, in der ein bemerkenswertes Spätwerk entsteht.
Vom 20. Juni bis 18. Juli 2008. Besuch nach Vereinbarung.
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