Sitzende. Bronze mit leicht rötlicher, mittelbrauner Patina. Höhe 28 cm; Breite 26 cm; Tiefe 18 cm. Auf der Standfläche der Figur monogrammiert "GK". (1926). Berger, Georg Kolbe, Kat. Nr. 91. |
Losnummer: 8230
Die menschliche Figur in ihren unterschiedlichsten Bewegungs- und Ausdrucksformen ist das zentrale Thema in Kolbes Werk. Besonders das Motiv der sitzenden Frau findet sich in den Jahren 1925 und 1926 mehrmals wieder, in den beiden "Kauernden" und der "Sitzenden" (Berger 76, 77, 78). Unsere Skulptur "Sitzende" hat wie die "Kauernde" ihre Beine mit beiden Armen fest umschlugen und an den Körper gezogen, die Knie nach unten gedrückt. In dieser verschränkten, unbequemen Körperhaltung neigt sie zudem ihren Blick in Richtung Boden, worin sich eine gewisse Unsicherheit und Introvertierheit ausdrückt. Das unbekannte Modell zu dieser Bronze, das Kolbe stets mit H.W. abkürzt, scheint sein favorisiertes Modell gewesen zu sein. Im gleichen Jahr 1926 stand "H.W." für weitere vier Bronzen Modell: "Capriccio", "Badende", "Schreitende" und Klagende" (Berger 92, 95-97). Laut freundlicher Auskunft von Frau Dr. Berger (vom 02.08.2012) handelt es sich bei unserem Stück um einen Lebzeitenguss. Von der sehr beliebten und in bedeutenden Sammlungen vertretenen Plastik der "Sitzenden" existieren ca. 80 Güsse, wovon allein 66 Stück zwischen 1926 und 1940 entstanden.
Provenienz: Sammlung Werner und Irmgard Küpper, Berlin
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