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Ivo Hauptmann, Selbstbildnis, um 1910/20

Ivo Hauptmann, Selbstbildnis, um 1910/20

Öl auf loser Leinwand. 72 x 60 cm. Um 1910-20

Losnummer: 6349


Ein junger Mann mit wachem Blick. Fein abgemischte Farben setzt der junge Maler in dem Selbstbildnis sorgsam nebeneinander, mit kleinen Abständen, so dass die Leinwand hindurchschimmert. Kurze diagonale Strichlagen überkreuzen sich in seiner Jacke, violette Konturen trennen die gelb-orangen von den blauen Partien und setzen die Figur vom Hintergrund ab, während die Gesichtszüge fein gezeichnet inmitten der wolkigen, punktierten Flächen erscheinen. Viele Bilder des ältesten Sohnes Ivo hingen im Haus des Dramatikers in Agnetendorf, der dazu schreibt: "Wie kaum ein anderer hat er sich an Frankreich geschult: er war der eifrigste Schüler der Pointillisten (...)" (Hans von Hülsen: "Gerhart Hauptmann über Frankreich", in: Gespräche und Interviews mit Gerhart Hauptmann, hg. v. H.D. Tschörtner, Berlin 1994, S. 120). Seurat, Signac und Cross beeindrucken den jungen Ivo Hauptmann, der bald nach der Jahrhundertwende einen neoimpressionistischen Stil pflegt. 1903 Schüler der Académie Julian in Paris, lernt er anschließend in Berlin bei Lovis Corinth und an der Kunstakademie Weimar bei Hans Olde, wo er Edvard Munch und Henry van de Velde kennenlernt. Er wird Meisterschüler bei Ludwig von Hofmann. Ab 1909 schließt er bei einem zweiten Aufenthalt in Paris und Studien an der Académie Ranson Freundschaft mit Rainer Maria Rilke, Auguste Rodin und Paul Signac. Eine Phase intensiven Schaffens beginnt, in der sichIvo intensiv mit Theorien zu den Spektralfarben beschäftigt. In seinen Erinnerungen zum Jahr 1913 schreibt Hauptmann: "Ich blieb Pointillist. Ich malte mit kleinen Farbflecken, die einer an den anderen gesetzt wurden. Das Gerüst des Bildes wurde aufgezeichnet und an den Linien die gegenseitigen Kontrastfarben aufgetragen, aus denen das Ganze unabhängig von der Natur in eigener Gesetzmäßigkeit sich erhob." (Ivo Hauptmann: Bilder und Erinnerungen, Hamburg 1976, S. 55). Das Gemälde befand sich in Hauptmanns Bibliothek.

Wir bitten darum, Zustandsberichte zu den Losen zu erfragen, da der Erhaltungszustand nur in Ausnahmefällen im Katalog angegeben ist.


Veranstaltungshinweise:

Am 30.11.2023 122. Auktion: Erinnerungen an Wiesenstein – Aus dem Nachlass Gerhart Hauptmann


Schätzpreis: 20.000,-  EURO

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