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Georg Tappert (1880-1957) - Ansichten aus Franken

Georg Tappert (1880-1957) - Ansichten aus Franken

Heute eröffnet die Ausstellung Georg Tappert (1880-1957) – „Ansichten aus Franken“
mit Leihgaben der Dr. Helmut und Constanze Meyer Kunststiftung im Kunstmuseum Bayreuth

Das Kunstmuseum Bayreuth zu Gast in Schweinfurt mit Leihgaben zum Werk von Georg Tappert (1880– 1957). Die Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt stellen nach Curt Herrmann und dem Ehepaar Modersohn erneut einen Künstler vor, der im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts die Landschaft Frankens zum Thema gewählt hat. Die Fränkische Schweiz, eine der ältesten Urlaubsregionen Deutschlands hatte bereits die Romantiker im 19. Jahrhundert in ihren Bann gezogen.

Der gebürtige Berliner Georg Tappert studierte an der Karlsruher Akademie von 1900-1903, siedelte 1906 nach Worpswede über und pflegte intensiven Kontakt zu Paula Modersohn-Becker und Heinrich Vogeler. In Worpswede etablierte er eine private Kunstschule. 1909 kehrte Tappert nach Berlin zurück und gründete nach der Ablehnung einer Ausstellung seiner eigenen Werke durch die „Sezession“ 1910 die „Neue Sezession“ mit. In der deutschen Metropole engagierte er sich als Mitglied der „Neuen Sezession“ um Ausstellungen der Künstlergruppen „Die Brücke“ und „Der Blaue Reiter“. 1913 folgte die Berufung zum Lehrer an der Königlichen Kunstschule. Er war Mitbegründer der „Novembergruppe“. 1921 erhielt er einen Ruf als Professor an die Staatliche Kunstschule. In der Diktatur des Nationalsozialismus wurde sein Werk verfemt. Nach dem Krieg übernahm er den Wiederaufbau und die Leitung der Hochschule für Kunsterziehung und deren Überführung in die Hochschule für Bildende Kunst in Berlin. Georg Tappert starb 1957 in Berlin.

Die Ausstellung zeigt Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen, die der Maler in der pittoresken Fränkischen Schweiz während mehrerer Aufenthalte dort 1926, 1927 und 1933 geschaffen hat. Es sind expressionistische Bilder, die zwischen Neoimpressionismus und der reduzierten Formensprache eines Paul Cézanne changieren. An Orten wie Streitberg, Pottenstein, Muggendorf und der näheren Umgebung entstand ein farbenprächtiges Mosaik von Motiven wie beispielsweise die herausragenden Felswände und –türme des fränkischen Jura, grüne Wiesen im Wechsel mit dichtem Fichtenwald, als Kulisse dienten die malerischen Ortschaften mit ihrer charakteristischen Ansammlung von Fachwerkhäusern. Ein beliebtes Thema waren auch Kopfweiden und weidende Kühe als Relikt der Romantiker. Er schuf zahllose Zeichnungen mit in Bleistift eingeschriebenen Notizen zur späteren Farbgestaltung. Die Kreide- und Bleistiftzeichnungen stehen dabei mengenmäßig an erster Stelle. Seine Landschaftsbilder sind ausnahmslos menschenleer. Sie prägt zugleich ein ausdrucksstarker Realismus und eine von hellem Licht durchtränkte Farbigkeit. Das Thema wurde meist nahsichtig fokussiert, auf anderen Blättern erzielte Tappert eine ungewohnte Weite. Im Bildaufbau in Form des gestaffelten Raumes suchte Tappert eine Annährung an Paul Cézanne. Gleichzeitig war er ein großer Verehrer von Albrecht Dürer, dessen Naturauffassung er besonders schätzte. Tappert vermied auffällig touristische Höhepunkte, eine Zeichnung mit der Ruine Neideck blieb die Ausnahme. Seine Arbeiten sind über eine genaue Beobachtung der malerischen Natur dieser Gegend beschauliche Stimmungsbilder, auf die sich der Betrachter gerne einlässt.

9. 2. – 22. 4. 2007
Galerie Alte Reichsvogtei, Obere Str. 11, 97421 Schweinfurt
Di – Fr 14-17 und Sa und So 10-13 und 14-17 Uhr. Eintritt frei.
Tel. Verwaltung 09721/51479.
Die Ausstellung begleitet ein Katalog (10,- euro).

Mit finanzieller Unterstützung: Bezirk Unterfranken – Unterfränkische Kulturstiftung.
Weitere Information bei Andrea Brandl M.A. 09721/51551 oder Dr. Erich Schneider 09721-51388.

Künstlerbiographie(n) und Kunstwerke:
Georg Tappert

Veranstaltungen zum Bericht:
Georg Tappert (1880-1957) – „Ansichten aus Franken“

www.schweinfurt.de

Quelle: © Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt

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