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Seltene Gruppe großer Figuren von Je Tsongkhapa mit seinen Schülern Gyaltsap und Kedrup, Tibet, 18. Jh. |
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Kupferbronze-repoussé, feuer- und kaltvergoldet, bemalt.
H jeweils 45,5 cm |
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Alle drei Figuren sitzen auf hohen, doppelten Lotossockeln mit einer umlaufenden Perlenbordüre. Alle in padmasana sitzend dargestellt, gekleidet in feine Mönchsgewänder mit unterschiedlich verzierten Rändern und einem Umhang, der den rechten Arm freilässt, sowie mit der hohen, spitzen Gelug-Mütze mit langen „Ohren“, die auf die Schultern fallen. Tsongkhapa ist mit den Händen in dharmachakra-mudra dargestellt; sein sichtbar älteres Gesicht strahlt Ruhe und erleuchtetes Bewusstsein aus. Zwei Öffnungen an seinen Schultern dienten zur Befestigung von Lotosblüten. Die Gesichter aller drei Figuren bemalt, mit ausdrucksvollen Augen und fein modellierten Mündern. Die Bodenplatten sind verschlossen und mit gelbem Textil bespannt, das mit einem doppelten vajra markiert ist.
Jé Tsongkhapa Lozang Drakpa (1357–1419) gehörte zu den einflussreichsten geistigen Meistern des tibetischen Buddhismus. Als brillanter Gelehrter und Reformer legte Tsongkhapa großen Wert auf strenge klösterliche Disziplin und die Vereinigung von Sutra und Tantra. Im Jahr 1409 gründete er das Große Gebetsfest (monlam chenmo) in Lhasa und errichtete das Kloster Ganden, dessen Name („ganden“ bedeutet „Freude“) auch die Bezeichnung der Gelugpa-Schule, der „Tugendhaften“, inspirierte.
Zu seinen wichtigsten Schülern zählten Gyaltsap Dharma Rinchen (1364–1432) und Kedrup Geleg Pal Zangpo (1385–1438). Gyaltsap, bekannt für seine tiefgehende Gelehrsamkeit, half dabei, Tsongkhapas Lehren zu systematisieren, und wurde der erste Abt von Ganden. Kedrup, ein produktiver Schriftsteller und Philosoph, folgte ihm später als Abt nach und spielte eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung der Gelug-Tradition in Tibet.
Darstellungen Tsongkhapas mit seinen Schülern sind ein sehr populäres Motiv in Thangka-Malereien, wobei der Meister typischerweise größer als seine Schüler dargestellt wird, um seine geistliche Autorität und Führung zu betonen. Im Gegensatz dazu sind Bronzegruppen, die Tsongkhapa gemeinsam mit seinen Schülern zeigen, extrem selten, was das hier präsentierte Ensemble, wahrscheinlich ohne direkte Vergleichsstücke, besonders außergewöhnlich macht.
Provenienz
Privatsammlung, Wien, erworben bei Peter Hardt, Radevormwald, 7.11.2008 (Kopie der Rechnung liegt vor) |
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Weitere Details:
Alle drei Figuren sitzen auf hohen, doppelten Lotossockeln mit einer umlaufenden Perlenbordüre. Alle in padmasana sitzend dargestellt, gekleidet in feine Mönchsgewänder mit unterschiedlich verzierten Rändern und einem Umhang, der den rechten Arm freilässt, sowie mit der hohen, spitzen Gelug-Mütze mit langen „Ohren“, die auf die Schultern fallen. Tsongkhapa ist mit den Händen in dharmachakra-mudra dargestellt; sein sichtbar älteres Gesicht strahlt Ruhe und erleuchtetes Bewusstsein aus. Zwei Öffnungen an seinen Schultern dienten zur Befestigung von Lotosblüten. Die Gesichter aller drei Figuren bemalt, mit ausdrucksvollen Augen und fein modellierten Mündern. Die Bodenplatten sind verschlossen und mit gelbem Textil bespannt, das mit einem doppelten vajra markiert ist.
Jé Tsongkhapa Lozang Drakpa (1357–1419) gehörte zu den einflussreichsten geistigen Meistern des tibetischen Buddhismus. Als brillanter Gelehrter und Reformer legte Tsongkhapa großen Wert auf strenge klösterliche Disziplin und die Vereinigung von Sutra und Tantra. Im Jahr 1409 gründete er das Große Gebetsfest (monlam chenmo) in Lhasa und errichtete das Kloster Ganden, dessen Name („ganden“ bedeutet „Freude“) auch die Bezeichnung der Gelugpa-Schule, der „Tugendhaften“, inspirierte.
Zu seinen wichtigsten Schülern zählten Gyaltsap Dharma Rinchen (1364–1432) und Kedrup Geleg Pal Zangpo (1385–1438). Gyaltsap, bekannt für seine tiefgehende Gelehrsamkeit, half dabei, Tsongkhapas Lehren zu systematisieren, und wurde der erste Abt von Ganden. Kedrup, ein produktiver Schriftsteller und Philosoph, folgte ihm später als Abt nach und spielte eine entscheidende Rolle bei der Verbreitung der Gelug-Tradition in Tibet.
Darstellungen Tsongkhapas mit seinen Schülern sind ein sehr populäres Motiv in Thangka-Malereien, wobei der Meister typischerweise größer als seine Schüler dargestellt wird, um seine geistliche Autorität und Führung zu betonen. Im Gegensatz dazu sind Bronzegruppen, die Tsongkhapa gemeinsam mit seinen Schülern zeigen, extrem selten, was das hier präsentierte Ensemble, wahrscheinlich ohne direkte Vergleichsstücke, besonders außergewöhnlich macht.
Provenienz
Privatsammlung, Wien, erworben bei Peter Hardt, Radevormwald, 7.11.2008 (Kopie der Rechnung liegt vor) |
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 | Preis: 26000-32000 |  |
 |  | | © Kunsthaus Lempertz KG, Köln |  |
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