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Meister der E-Serie (der sogenannten Tarocchi-Karten), Loica, Ferrara um 1465 |
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Kupferstich, mit altem Goldkolorit. 18,1 x 10,2 cm. Um 1465. B. XIII, S. 134, 39, Hind E.I. 22.a, TIB (Commentary 3) .022a, Levenson/Oberhuber/Sheehan: Early Italian engravings from the National Gallery of Art, Washington 1973, Nr. 36. |
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Die sogenannten 'Tarocchi-Karten', früher als 'Tarocchi-Karten des Mantegna' bezeichnet, umfassen als komplettes Spiel insgeamt 50 Blatt. Sie entstanden wohl nicht später als 1467 in Norditalien, mutmaßlich in Ferrara, einem bedeutenden Zentrum des frühen Kupferstichs. Bereits Galichon zweifelte an der Autorschaft Mantegnas, seit Hind wird diese einhellig abgelehnt. Die Interpretation als Tarocchi-Karten scheint überdies kaum korrekt, eher handelt es sich um ein Spiel wohl für Männer höheren Bildungsstandes im Sinne der damals vor allem in und um Florenz populären "neuplatonischen Philosophie". Die vollständige Suite umfasst die Folgen: E 1-10: Sozialstufen der Menschheit, D 11-20: Apollo und die neun Musen, C 21-30: Kunst und Wissenschaft, B 31-40: Grundsätze des Kosmos und A 41-50: Planeten und Sphären.
Loica gehört zur dritten Folge "Kunst und Wissenschaft" bzw. die Freien Künste mit dem Letter C; die Sequenz illustriert Zweige der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Gelehrsamkeit. Ikonographie und Anordnung gehen auf „De Nuptiis Mercurii et Philologia“ (Hochzeit von Merkur und Philologie) zurück, eine allegorischen Abhandlung des nordafrikanischen Autors Martianus Capella aus dem 5. Jahrhundert. Seine Unterteilung wurde hier von sieben auf zehn erhöht.
Ausgezeichneter, äußerst feinzeichnender Druck meist knapp innerhalb der Facette geschnitten, diese partiell und vor allem links sichtbar. Das Kolorit zart und noch leicht schimmernd erhalten. Nur wenig angestaubt sowie geringfügig fleckig, der Rand rechts leicht bestoßen, rechts unten unauffällig geschlossener Randeinriss, unbedeutende Altersspuren, sonst in schöner und originaler Erhaltung. Von großer Seltenheit. Provenienz: British Museum, London (Lugt 301, mit dem Doublettenstempel Lugt 305), Tomás Harris (Lugt 4921), Kornfeld Auktion 1986, Sammlung Samuel Josefowitz, seither Privatsammlung. |
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Weitere Details:
Die sogenannten 'Tarocchi-Karten', früher als 'Tarocchi-Karten des Mantegna' bezeichnet, umfassen als komplettes Spiel insgeamt 50 Blatt. Sie entstanden wohl nicht später als 1467 in Norditalien, mutmaßlich in Ferrara, einem bedeutenden Zentrum des frühen Kupferstichs. Bereits Galichon zweifelte an der Autorschaft Mantegnas, seit Hind wird diese einhellig abgelehnt. Die Interpretation als Tarocchi-Karten scheint überdies kaum korrekt, eher handelt es sich um ein Spiel wohl für Männer höheren Bildungsstandes im Sinne der damals vor allem in und um Florenz populären "neuplatonischen Philosophie". Die vollständige Suite umfasst die Folgen: E 1-10: Sozialstufen der Menschheit, D 11-20: Apollo und die neun Musen, C 21-30: Kunst und Wissenschaft, B 31-40: Grundsätze des Kosmos und A 41-50: Planeten und Sphären.
Loica gehört zur dritten Folge "Kunst und Wissenschaft" bzw. die Freien Künste mit dem Letter C; die Sequenz illustriert Zweige der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Gelehrsamkeit. Ikonographie und Anordnung gehen auf „De Nuptiis Mercurii et Philologia“ (Hochzeit von Merkur und Philologie) zurück, eine allegorischen Abhandlung des nordafrikanischen Autors Martianus Capella aus dem 5. Jahrhundert. Seine Unterteilung wurde hier von sieben auf zehn erhöht.
Ausgezeichneter, äußerst feinzeichnender Druck meist knapp innerhalb der Facette geschnitten, diese partiell und vor allem links sichtbar. Das Kolorit zart und noch leicht schimmernd erhalten. Nur wenig angestaubt sowie geringfügig fleckig, der Rand rechts leicht bestoßen, rechts unten unauffällig geschlossener Randeinriss, unbedeutende Altersspuren, sonst in schöner und originaler Erhaltung. Von großer Seltenheit. Provenienz: British Museum, London (Lugt 301, mit dem Doublettenstempel Lugt 305), Tomás Harris (Lugt 4921), Kornfeld Auktion 1986, Sammlung Samuel Josefowitz, seither Privatsammlung. |
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 | Preis: 25000 |  |
 |  | | © Galerie Bassenge KG, Berlin |  |
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