
WERNER TÜBKE (*30. Juli 1929 in Schönebeck/Elbe; † 27. Mai 2004 in Leipzig)
Tübke gehört mit Wolfgang Mattheuer und Bernhard Heisig zu den bedeutendsten Vertretern der Leipziger Schule.
„Welthaltigkeit, geschöpft aus einem weiträumigen Denken in Jahrhunderten und immer wieder befestigt an den ganz wenigen wirklich existentiellen Archethemen, die es in der Welt- und Kunstgeschichte gibt, ist bei aller Rätselhaftigkeit und bizarren Hieroglyphik der Erfindung ein wesentliches Charakteristikum seiner Kunst, die geistvolle, sensible Spielerei mit Formen und Gedanken keineswegs ausschließt. Abseits der endlosen Verlängerung der Moderne, aber auch unbeeindruckt vom kunstpolitischen Erwartungsgefüge staatlicher Auftraggeber hat er einen genuin eigenständigen, ambivalent-metaphorischen Manierismus begründet, der bewusst in der ganzen Wandlungsfülle der christlich-abendländischen Bildtradition wurzelt, ja inzwischen selbst schon als kunstgeschichtliches Phänomen zu werten ist. Eine Leistung, die Anfang der siebziger Jahre zuerst in Italien erkannt wurde, jedoch hierzulande teilweise noch immer gravierend unterschätzt wird.“
Bekannt vor allem für seine Monumentalbilder wie jenes Panoramabild in Bad Frankenhausen, das die "Geschichte der frühbürgerlichen Revolution in Deutschland" illustriert, hat der brillante Künstler Werner Tübke auch über 6000 Zeichnungen und Skizzenblätter hinterlassen.
Ein solches Skizzenblatt bieten wir in unserer Galerie an.
Quelle: PANORAMAMUSEUM BAD FRANKENHAUSEN
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